Die Fakultät für Architektur der Universität Miami erhält den Award of Excellence
Die Ortsgruppe Miami des American Institute of Architects hat das Thomas P. Murphy Design Studio Building der School of Architecture der University of Miami mit einem Honor Award of Excellence ausgezeichnet.
Die Notwendigkeit eines eigenen Architekturdesignstudios an der Universität war längst überfällig und beeinträchtigte die Rekrutierung. Die Diskussionen über einen neuen kreativen Raum dauerten viele Jahre, bevor Arquitectonica mit der Gestaltung des neuen Raums beauftragt wurde. In enger Zusammenarbeit mit Dekan Rodolphe el-Khoury und der Fakultät leitete Arquitectonica das Projekt.
„Ich habe schon vor der Gründung meines Büros an der Universität unterrichtet, daher hat die School of Architecture einen besonderen Platz in unseren Herzen, da ich seit mehr als 40 Jahren mit der Schule verbunden bin“, sagte Bernardo Fort-Brescia, Mitbegründer von Arquitectonica. Bernardos Sohn Raymond Fort, der als Designer in dem Büro tätig ist, arbeitete gemeinsam mit Bernardo an der Gestaltung des neuen Ateliers.
Die freiliegende Struktur und die mechanischen Anlagen sollen die Geschichte des Baus und der Nachhaltigkeit erzählen und zeigen, wie ein Gebäude entsteht. Das Gebäude kann tagsüber ohne künstliche Beleuchtung betrieben werden. Dank der zu öffnenden Fenster ist während des größten Teils des Schuljahres keine Klimaanlage erforderlich. Die Überstände reduzieren die Wärmebelastung des Glases. Die Isolierung ist in das Dachsystem integriert, sodass der Beton von innen sichtbar ist. Das Gebäude ist nach Osten und Westen ausgerichtet und verfügt über durchgehende Glasflächen im Norden und Süden. Die Südseite hat einen monumentalen Überstand, der den Ort vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Freiliegende Betonwände schützen vor der Sonne im Osten und Westen. Die Glasflächen sind zu öffnen, um während der gemäßigten Monate, die weitgehend mit dem Schuljahr zusammenfallen, eine Querlüftung zu ermöglichen.
Eine einzelne Sichtbetonplatte schwebt über dem Raum. Die Westwand ist gebogen, um den Haupteingang wieder auf die Achse des Krier-Torbogens auszurichten. Ihr Bogen schafft einen Außenbereich im Stil eines Amphitheaters für Jurysitzungen im Freien. Die südwestliche Ecke des Daches ist abgesenkt, um den Schutz vor der Nachmittagssonne zu erhöhen und den Außenbereich zu definieren, während gleichzeitig die Plastizität des Betons zum Ausdruck kommt. Im Inneren des Ateliers befinden sich verstreut Würfel für verschiedene Konstruktionen: Vorhänge für die Jurybereiche, Glas und Paneele für Seminar- und Besprechungsräume, Beton für die Fertigungsplatte.
Insgesamt war es eine sehr kooperative Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, einschließlich der Schüler, die wertvolle Einblicke in ihre Bedürfnisse hinsichtlich der Räumlichkeiten gaben.
